Projekt: Humanitäre Schule

LEITUNG: Kathrin Dörhage und Team

Projektbeschreibung: Diese 2004 ins Leben gerufene Kampagne soll soziales Engagement durch die Sensibilisierung für die Themen Menschlichkeit, Verständnis von demokratischen Prozessen und Erlernen von Handlungskompetenzen fördern.
Die Auszeichnung “Humanitäre Schule” wird einmal jährlich vom DRK-Landesverband Niedersachsen in Hannover verliehen.

Projektaktivitäten:

2020 | Die Angst in mir – Ein Anti-Mobbing Projekt

Eine neue Schule lässt am Schuljahresanfang immer Angst aufkommen: Ich bin neu hier, wie sind die Anderen? Sind sie freundlich oder sind es die Mobber aus der alten Schule, die ich jetzt wieder jeden Tag ertragen muss?

Diese Bedenken und Befürchtungen waren das Motiv von uns, der BFSWV192, im Rahmen des Projektes Humanitäre Schule Filme zum Thema Mobbing zu drehen und daraus eine Unterrichtseinheit zu gestalten für Schülerinnen und Schüler anderer Klassen und anderer Schulen.

Dabei hat sich unsere Klasse verschiedene Aspekte des Themas “die Angst in mir” ausgesucht und in Teams erarbeitet:

  • Welche Situationen verletzen
  • Was erleben Opfer-
  • Stopp Cybermobbing-
  • Vermeiden von Mobbing/Regeln fürs Zusammenleben-
  • Angebote und Prävention an den BBS Peine und im Landkreis Peine.

Jede Gruppe hat einen Teil der gesamten Unterrichtseinheit übernommen, hat einen Kurzfilm gedreht oder eine Präsentation erstellt und dann den Unterrichtsabschnitt darum herum entworfen mit einer Feedbackrunde und einem gemeinsamen Endergebnis, dass die Teilnehmenden in ihren Klassenraum hängen können.

Geplant war, dass wir am 29. April 2020 das Projekt ein erstes Mal mit der FSQ 191- eine Klasse von angehenden Erzieherinnen und Erziehern durchzuführen. Leider ist es aufgrund von Corona nicht mehr dazu gekommen, dass wir das Projekt für unsere Mitschüler vorführen konnten.

Da es aber einige Wiederholerinnen und Wiederholer der Klasse gibt, werden wir Elemente des Projekts in das nächste Schuljahr mit hinübernehmen, um es dann dort weiterzuführen und umzusetzen- darauf freut sich das Team der betreuenden Lehrkräfte schon sehr und der Rest der Klasse kann dann sicher sein, dass ihre Arbeit nicht ganz verloren geht.

Die Klasse BFSWV192

Mit den Betreuerinnen Kathrin Dörhage, Marlen Raguse und Martina Weber

2019 | Rettet die Märchen

Die BFSWV182 führte ein Theaterstück in der Hainwaldschule im Rahmen des Projekts Humanitäre Schule auf

Ein soziales Projekt planen, durchführen und Spenden für einen guten Zweck sammeln – das sind die Aufgaben der „Humanitären Schule“, ein Titel, den die BBS Peine seit 2012 tragen. Zu Beginn dieses Schuljahres hat die BFSWV182 sich daher auf den Weg gemacht, Spenden für einen guten Zweck zu sammeln und hat sich dabei für die Aufführung eines Theaterstücks für Kinder entschieden. Wir konnten die Hainwaldschule in Vöhrum als Veranstaltungsort gewinnen.

Das Thema des Theaterstücks war leicht gefunden: Es sollte etwas mit Märchen sein, aber aktuell. Also erzählt unser Stück jetzt die Geschichte von zwei Kindern, die keine Märchen mehr kennen und damit die Märchenwelt gefährden. Kurzerhand werden die beiden von bekannten Märchenfiguren in die Märchenwelt entführt und lernen, wie wichtig Märchen für die Fantasie sind.

Mit Unterstützung unserer theatererfahrenen Sozialpädagogin Frau Dörhage bauten die Schülerinnen und Schüler Kulissen, suchten die Hintergrundmusik aus und sammelten erste Schauspielerfahrungen.

Die Aufführung fand vor 120 Erst- und Zweitklässslern in Vöhrum in der Mehrzweckhalle statt. Die vielen Übungsstunden haben sich gelohnt. Trotz Lampenfiebers überzeugten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler der BFSWV182. Das Publikum war begeistert und forderte Zugaben.

Als Lohn für die Mühen und als Ziel des Projektes gab es eine Spende von der Hainwaldschule. Die Klasse hat entschieden, dass diese Spende an den ASB Peine mit einer feierlichen Übergabe stattfinden wird.

Der nächste Schritt im Rahmen des Projektes „Humanitäre Schule“ wird das Planspiel h.e.l.p. sein, für das bereits zwei Coaches aus der Klasse an einer Schulung teilgenommen haben. Dabei wenden die Schülerinnen und Schüler die Kenntnisse in Projektmanagement an, die sie während der Planungen des Theaterstücks praktisch erlernen konnten.

“Die Klasse hat von diesem Projekt in vielerlei Hinsicht profitiert und ist auf ganz besondere Weise zusammen gewachsen“ loben Frau Weber und Frau Raguse ihre engagierten Schauspieler, Bühnenbildner und „Tontechniker“.

Als Abschluss des Projektes wird die Klasse schließlich am 14. Juni 2019 ihr Projekt mit einem kurzen Video auf der Zertifizierungsfeier in Hannover vorstellen – ein weiteres erfolgreiches Jahr als „Humanitäre Schule“.

Marlen Raguse

2018 | Teilhabe statt Ausgrenzung

Wir, die Schülerinnen und Schüler der BFS SozR 171 und 172 (berufsqualifizierende Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistentin / Sozialpädagogischer Assistent) an der BBS Peine, führten am 25. Mai 2018 unser humanitäres Projekt durch. Dieses Jahr ist der Berufsbildungsbereich (BBB) der Lebenshilfe Peine Burgdorf unser Kooperationspartner und soll unter anderem dazu dienen, gegenseitige Ängste und Vorbehalte abzubauen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und zusammen zu lernen.

Dazu besuchten wir bereits den BBB der Lebenshilfe in Berkhöpen. Neben einem ersten „Beschnuppern“ bekamen wir eine sehr umfangreiche Führung und abschließend ein leckeres Frühstück.

Unser Oberthema für diesen gemeinsamen Tag lautete „Gesundheit / Ernährung“. Dazu gab es verschiedene Stationen. Wir waren aktiv und kreativ, indem wir mit unterschiedlichen Techniken und viel Farbe einen Obstbaum und ein Gemüsebeet an unseren Flurwänden gestalteten.

Natürlich nimmt der Bereich Essen auch einen großen Raum ein. Und zwar auf die unterschiedlichste Weise: es kann gemeinsam gekocht und gegessen werden; die Sinne Schmecken, Riechen und Fühlen konnten an einer weiteren Lebensmittelstation erprobt und geschärft werden aber auch spielerische Wissensvermittlung über die unterschiedlichen Ernährungsbausteine stehen auf dem Programm.

Da gemeinsames Musizieren einen positiven Effekt hat, werden wir auch kleine Instrumente bauen und ein Lied einstudieren und präsentieren. Eine letzte Gruppe hatte sich vorgenommen (mit den „Musikern“ zusammen) zum Abschluss mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Tages ein Spontantheater aufzuführen. Wir alle hatten einen fröhlichen gemeinsamen Tag bei uns.

2017 | Rumpelstilzchen mal anders

Wir, die BFSSOZR162, Berufsqualifizierende Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistent/-in, sind auch dieses Jahr wieder ein Teil der Kampagne ,,Humanitäre Schule‘‘.
Wir haben uns dafür entschieden, gemeinsam mit einer Sprachlernklasse unserer Schule dieses Projekt durchzuführen. Die Sprachlernklasse besuchen fast ausschließlich Flüchtlinge aus 5 verschiedenen Ländern mit den unterschiedlichsten Muttersprachen.

Schnell war uns klar, dass es trotz der Sprachbarrieren ein Theaterstück werden soll. Nachdem das Drehbuch stand und die Märchen Rumpelstilzchen, Schneewittchen, Frozen und Tischlein deck dich miteinander vermischt wurden, gingen auch schon die Theaterproben los. Nach kurzer Zeit konnten die Ersten ihren Text schon ganz ohne Hilfestellung. Die Vorbereitungen rund ums Theaterstück mit Bühnenbild, Technik, Werbung und Pausenverkauf dauerten fast 6 Wochen.

Am 29.03. war die Aufführung vor Publikum. Gut 80 Schülerinnen und Schüler besuchten sie in unserer „Grünen Wiese“ und waren ausnahmslos begeistert: eine witzige Geschichte, originelle Kostüme, passende Musik zu einem gelungenem Bühnenbild und eine tolle schauspielerische und vor allem sprachliche Leistung aller Beteiligten sorgten für viel Applaus.

Nach der Aufführung sorgte eine Gruppe unserer Schülerinnen für einen leckeren Imbiss. Es gab selbstgemachte Pizza, Bulgursalat und Baklava, – alles sehr köstlich!

Der Erlös, den wir durch den Verkauf der Gerichte eingenommen haben, spenden wir an Kleine Herzen Hannover e.V. Diese Organisation beschäftigt sich ehrenamtlich mit herzkranken Kindern. In dem Zentrum werden nicht nur die Kinder unterstützt um die letzte Zeit so schön wie möglich zu gestalten. Es werden auch Eltern bei der Situationsbewältigung unterstützt, falls es ihre Kinder z.B nicht zu einem neuen Herzen geschafft haben. Die Organisation lebt komplett von Spenden und dieses wollen wir durch die Einnahmen unseres Projektes unterstützen.

Die Klassen planen eine weitere gemeinsame Vorführung ihres Theaterstückes vor den Sommerferien, da diese Leistung nicht einfach so vergessen werden soll und alle Beteiligten sehr viel Freude am gemeinsamen Miteinander hatten.

In der Mediathek der Webseite des Jugendrotkreuz finden Sie auch die Projektberichte von vor 2017:
https://www.humanitaereschule.de/index.php?id=6

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