Chats, Chaos, Klassenfahrt – ein Theaterprojekt mit pädagogischer Wirkung

Mit viel Kreativität und pädagogischem Feingefühl präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des optionalen Lernangebotes der Fachschule Sozialpädagogik Klasse II ihr selbst entwickeltes Theaterstück. Im Mittelpunkt stand dabei ein Thema, das Jugendliche unmittelbar betrifft: WhatsApp-Chats rund um eine Klassenfahrt. 

Im Rahmen des Projekts lernten die angehenden Fachkräfte Theaterspielen als pädagogisches Medium kennen. Der Fokus lag dabei auf Mimik, Gestik, Stimme, Ausdruck und Bühnenpräsenz. Ebenso bedeutend waren Teamfähigkeit und die spielerische Interaktion innerhalb der Gruppe – Kompetenzen, die im späteren Berufsalltag eine zentrale Rolle spielen. 

Das Stück entstand in Anlehnung an eine Inszenierung der deutschen Komikerin Caroline Kebekus und wurde von den Teilnehmenden eigenständig konzipiert und umgesetzt. In vier Szenen wurde das Geschehen rund um eine Klassenfahrt aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet: aus Sicht der Schülerinnen und Schüler, der Lehrkräfte sowie im Eltern-Lehrerchat. Dabei schlüpften die Darstellenden in verschiedene Rollen und machten die Dynamik digitaler Kommunikation auf unterhaltsame Weise sichtbar. 

Eine besondere Herausforderung bestand darin, Jugendsprache und Emojis lebendig auf die Bühne zu bringen. Mit selbst gestalteten Schildern verwandelten die Schauspielerinnen und Schauspieler digitale Symbole in sichtbare Requisiten, ein kreativer Kunstgriff, der beim Publikum für Lacher sorgte. 

Eingeladen waren die Klassen der Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistentin/ Sozialpädagogischer Assistent I im Alter von etwa 15 bis 25 Jahren, eine Zielgruppe, die sich in den dargestellten Chatverläufen und Konflikten schnell wiederfand. Besonders beeindruckend war das Gespür der Darstellenden für die Reaktionen im Saal: Spontane Momente wurden aufgegriffen und in das Spiel integriert. 

Die Aufführung machte deutlich, wie wirkungsvoll Theater als pädagogisches Medium eingesetzt werden kann: Es verbindet Unterhaltung mit Reflexion, fördert Perspektivübernahme und ermöglicht einen niedrigschwelligen Zugang zu lebensnahen Themen. Das Projekt hinterließ bei allen Beteiligten einen nachhaltigen Eindruck. Auch die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistenz zeigten großes Interesse und äußerten, dass sie sich freuen, theaterpädagogische Methoden künftig selbst auszuprobieren. Damit wurde zugleich ein wichtiger Impuls für ihre eigene pädagogische Praxis gesetzt, hin zu kreativen, handlungsorientierten Methoden, die soziale Kompetenzen stärken und gemeinsames Lernen erfahrbar machen.

Verfasserin: Frau Stachowczyk und Frau Schaprian


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