Tischlerhandwerk: Estländer zu Gast in Peine


Estnische Auszubildende arbeiten für sechs Wochen in der Tischlerei Klages: Auch in diesem Schuljahr konnten drei Auszubildende aus Rakvere ihr Betriebspraktikum in Peine über einen Erasmus- Austausch in den Monaten Februar/März absolvieren. Ermöglicht wird dieser Austausch im Rahmen einer Schulpartnerschaft mit den BBS Peine. Im Gegenzug fährt im April eine angehende BBS-Tischlerin nach Estland, um dort Einblicke in die landestypische Tischler-Ausbildung zu bekommen.


Untergebracht waren die drei Praktikanten im ehemaligen Wohnhaus von Firmengründer Walter Klages, ganz nah also an dem Ort, wo seit den 1975 die Vielseitigkeit des Tischlerhandwerks umgesetzt wird. Seit 2016 leiten Maik Franzke (48) und Marcel Bortfeld (38) die Firma im Gewerbegebiet Horst. Beide waren selbst BGJ-Schüler der Berufsbildenden Schulen des Landkreises Peine.

Der Betrieb Klages beschäftigt aktuell 23 Mitarbeiter und sechs Praktikanten. Er lebt, wie der Firmen-Slogan es verspricht, tatsächlich mit Holz. Vom Innenausbau, über Terrassen bis zu individuellen Maßanfertigungen– bei Klages gibt es das volle Spektrum des Tischlerhandwerks. Und mittendrin: Emily, Kevin und Marten.
„Es war eine schöne Zeit hier. Es ist ein schöner Ort zum Arbeiten. Die Vielseitigkeit ist im Vergleich zu anderen Firmen, in denen ich bisher war, großartig“, freut sich Emily. „Ich habe viel gelernt über praktische Arbeit, den Umgang mit Kunden , über Teamarbeit“, erzählt sie begeistert. Auch Marten hat ganz nebenbei ein bisschen Deutsch aufgeschnappt -inklusive norddeutscher Handwerker-Mentalität. Die Tischlerei Klages ist zum sechsten Mal dabei.

Organisiert wird  das Projekt von dem ehemaligen BBS Lehrer Siegmund Küster und dem BBS Koordinator Sven Baumert. Diesjährig wurden von der Berufsschule drei neue Klappräder und ein Fahrradanhänger für erforderliche Einkäufe und auch für die Freizeitgestaltung angeschafft.

Auf dem „Kulturprogramm“ standen das Peiner Kreismuseum, der Ökogarten, Ausflüge nach Hannover, Braunschweig und in die Bundeshauptstadt Berlin.
Ein Highlight bildete der Freitag-Zoobesuch in Hannover mit einem besonderen Abschluss-Essen im Hofrestaurant. Hierzu hatte Schulleiterin Maria Zerhusen als Gastgeberin eingeladen.

Für die Geschäftsführer von Klages ist der Austausch nicht nur ein „Nice-to-have“, sondern eine echte Bereicherung. „Wir reden immer über Fachkräftemangel. Dann müssen wir auch neue Wege gehen. Der Austausch macht das Handwerk attraktiver“, sagt Maik Franzke. „Und für uns ist es keine Belastung, im Gegenteil: alle drei waren eine echte Hilfe.“ Die BBS Peine baut das Erasmus-Angebot für verschiedene Bildungsgänge stetig aus. Regelmäßig reisen Schüler und Schülerinnen nach Estland, Dänemark, Frankreich, Spanien, Österreich und in die Türkei. “Unsere Schüler und auch die Lehrer profitieren enorm. Die Sprachkenntnisse verbessern sich, der Horizont weitet sich und das Handwerk gewinnt an Attraktivität“, so Schulleiterin Maria Zerhusen. Emily, Kevin und Marten reisen am Samstagmittag über Frankfurt zurück nach Estland mit vielen Erlebnissen im Gepäck, neuen Fähigkeiten und dem sicheren Gefühl, das Holz verbindet – über Ländergrenzen hinweg.
Verfasser: Siegmund Küster


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