11.03.22: Fahrt ins Krisengebiet

Über ihre Fahrt an die polnisch-ukrainische Grenze haben unsere Schulsozialarbeiterin Kathrin Dörhage und IT Systemadminstrator Daniel Dahlheimer den nachfolgenden Bericht verfasst:

Kathrin, Hanna und ich sind am Freitag um 14:00 Uhr in Stederdorf eingetroffen. Innerhalb von 10 Minuten war unser Bus auch schon mit sämtlichen Hilfsgütern bis unters Dach beladen.

Nach einer Besprechung ging es dann um 15:10 los in Richtung Polen. Insgesamt waren wir 11 Fahrzeuge und 22 Personen.

Um 05:30 erreichten wir einen Parkplatz an der Autobahn nähe Przemysl (ca. 15 km. entfernt der ukrainischen Grenze). Dort haben wir versucht, 2-3 Stunden zu schlafen.

Um 08:30 Uhr wurden wir von einem Kameraden der Ortsansässigen Feuerwehr abgeholt und wir sind im Konvoi zu einem zentralen Flüchtlingslager gefahren.

Dieses ehemalige Handelszentrum wurde als Lager der Hilfsgüter und „Umschlagsplatz“ für Schutzsuchende umfunktioniert.

Tausende Feldbetten waren aufgestellt.

In den Tagen vor unserer Ankunft zählten die Organisatoren täglich 16.000 schutzsuchende Menschen.


Am Samstag wurden lediglich ca. 1000 Menschen in die Einrichtung verbracht.

Warum, weshalb, wieso sind erstmal nur erschreckende Spekulationen, die wir hier nicht weiter aufführen möchten.

Es gestaltete sich sehr schwierig, Menschen zu finden, die sich in unsere Autos setzen und mit uns nach Hannover zu fahren.

Ein paar Fahrzeuge konnten schnell mit Flüchtenden auf den Heimweg geschickt werden. Wir haben uns dann aufgeteilt und sind gemeinsam mit 3 weiteren Fahrzeugen direkt zu einem Grenzübergang (ca. 70 km. von Lwiw entfernt) gefahren. Dort haben wir übers Internet einer Familie die Mitfahrt zugesichert. Der Grenzübertritt dauerte allerdings mehrere Stunden, sodass wir einfach nur gewartet haben. Um 19:30 Uhr ist „unsere“ junge Familie (Mama, Papa und 3 zuckersüße Kids) sichtlich erleichtert in unseren Schulbus gestiegen und wir sind mit Vollgas nach Hause gefahren.

Aufgrund der Uhrzeit (05:30 Uhr) haben wir die Familie dann in das BestWestern Hotel in Peine gebracht, welches uns kurzfristig unterstützt hat.

Die Familie konnte dort gestern kostenlos frühstücken und wurde dann im Laufe des Tages nach Hannover zu Bekannten gebracht.

Insgesamt haben wir somit ca. 30 Personen aus dem Krisengebiet geholt.

Eure Spenden waren sehr großzügig, sodass 640€ übrig sind.

Wir haben das Geld ausschließlich für Sprit und das Hotel verwendet.

Wir überlegen jetzt, ob wir noch einmal fahren oder das gesamte Geld spenden. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Dieses großartige Vorhaben hätten wir allein natürlich nicht organisieren können. Manuel Rachner und sein Team hat innerhalb von 10 Tagen diese Tour ausführlich geplant und zusätzliche 10.000€ gesammelt. Unser Respekt und ein dickes Dankschön gilt ihm und seinem Team!

Wir wurden von Firma GWE mit 200 belegten Brötchen inkl. Getränke versorgt und mit einem kostenlosen Tank-Stopp unterstützt. Auch den Firmen PG Gruppe und Hofhansen möchten wir explizit danken.

Wir kannten niemanden und innerhalb weniger Stunden waren wir ein Team. Das war mehr als beeindruckend!
Und unser Bus hat die 2.422km ohne Probleme durchgehalten.

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