Managing Europe

LEITUNG:  Petra Pinke | Imke Spillmann | Siegmund Küster
Projektbereich: Wirtschaft und Verwaltung
Projektpartner: Horváth Boldizsár Fachmittelschule für Wirtschaft und Informatik in Szombathely

Projektbeschreibung: Im Rahmen der Förderung leistungsorientierter kaufmännischer Auszubildender wird an den Berufsbildenden Schulen des Landkreises Peine die Zusatzqualifikation „Europakaufmann/ Europakauffrau” angeboten. In Zusammenarbeit mit der Horváth Boldizsár Fachmittelschule für Wirtschaft und Informatik in Szombathely (Ungarn) führen die TeilnehmerInnen ein dreiwöchiges Auslandspraktikum durch.
Das Projekt wird mit der Motivation durchgeführt, die Auszubildenden bei der Zusatzqualifikation zu unterstützen und ihnen das geforderte dreiwöchige Auslandspraktikum unter Einhaltung bestimmter Qualitätsstandards zu ermöglichen.

Als Praktikanten übernehmen sie Aufgaben und Verantwortlichkeiten, die ihren Kenntnissen, Fähigkeiten und Kompetenzen sowie den Anforderungen der „Zusatzqualifikation Europakauffrau/-kaufmann“ entsprechen. Durch ihre Tätigkeit in den Praktikumsbetrieben üben sie sich in der Ausführung berufstypischer Aufgaben und erfahren, dass ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen auch in einem europäischen Kontext von Bedeutung bzw. anwendbar sind.

Während des Auslandsaufenthaltes entwickeln sie die Neugierde, die Offenheit und das Interesse, sich anderen Kulturen, Personen und Nationen anzunähern. Sie entwickeln die Bereitschaft, hinderliche Stereotype und Vorurteile zu revidieren und Neues zu erlernen.

Sie üben sich in der Kommunikation in der Fremdsprache und legen ihre Scheu ablegen, mit Mitmenschen innerhalb und außerhalb des Klassenraums in der Fremdsprache zu kommunizieren.

Die Besonderheiten des Projekts:

Das Projekt wird partnerschaftlich organisiert. Beide Partnerschulen organisieren die Praktikumsplätze und die Unterbringung sowie kulturelles Programm. Beide Reisegruppen werden von Lehrkräften begleitet, die die Praktikanten vor Ort betreuen, im Unterricht der Partnerschule hospitieren und sich über das Berufsbildungssystem im Ausland informieren.

Regionale/kulturelle Highlights:

Plattensee (Balaton), Kirche St. Georg in Ják, Filmstadt Kőszeg

Das sollte man vor Ort auf jeden Fall machen:

Städtereisen, z. B. Wien, Graz, Budapest oder an den Balaton.

 Projektaktivitäten:

2018 |

Ein dreiwöchiges Auslandspraktikum absolvierten in diesem Jahr  vier angehende Europakauffrauen der BBS Peine in der westungarischen Stadt Szombathely.

Die Lernenden wurden bei dem durch die Europäische Union geförderten Projekt „Managing Europe“ wieder von den ungarischen Lehrkräften Éva Fábián und Ottó Marosán von unserer Partnerschule und  den BBS-Lehrkräften Petra Pinke und Siegmund Küster betreut.

Bei diesem Projekt konnten sich unsere Schülerinnen neben ihrer kaufmännischen Ausbildung im Dualen System auch zur Europakauffrau weiterqualifizieren.
Nach einer zwölfstündigen  Zug-Anreise über Wien erreichten unsere Praktikantinnen ihren
etwa 980 km entfernten Zielort Szombathely. Mit den Privatfahrzeugen der Gastlehrer ging es weiter in ein gut ausgestattetes Schulinternat.
Am nächsten Tag fand eine Schulbesichtigung statt. Hier erhielten die vier Berufschülerinnen weitere Informationen über ihre Praktikumsbetriebe.

Charlyn Döhring, Kauffrau im Groß- und Außenhandel arbeitete im Reisebüro TOURINFORM Szombathely, Johanna Hagemann, Kauffrau für Büromanagement war in der Marketing-Abteilung Büki Gyógyfürdő angestellt und die beiden Industriekauffrauen Luisa Blankenberg und Lisa Marie Rapp waren im Reisebüro TOURINFORM Bük sehr beeindruckt von ihrer Tätigkeit.

In den Betrieben übernahmen die Praktikantinnen allgemeine Büro- und Verwaltungstätigkeiten wie z. B. die Bearbeitung von Eingangs- und Ausgangspost, die Anfertigung von Schriftsätzen, Berichten und Protokollen sowie die Abwicklung von fremdsprachigem Schriftverkehr. Sie führten darüber hinaus Tätigkeiten wie das Schreiben von Bestellungen und die Annahme und Kontrolle von Waren aus. Zu ihren Aufgaben gehörte weiterhin die Bearbeitung von Kundenaufträgen und die Betreuung von Kunden bzw. Gästen. Sie nahmen an der Planung und Durchführung von Werbe- und Verkaufsförderungsaktionen teil. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit lag in der Öffentlichkeitsarbeit.
Aber auch touristische Freizeitaktivitäten kamen nicht zu kurz: Städtereisen in die ungarische Hauptstadt Budapest (Parlament, Fischerbastei, Heldenplatz) und in die Donaumetropole Wien (Stephansdom, Ringstraße, Praterpark) standen auf dem Ausflugsprogramm. Radtouren in die landschaftlich sehr ansprechende Umgebung boten eine gute Abwechslung.
Was zeichnet Ungarn aus? Dazu Charlyn Döhring: „Ich habe hier eine besondere Gastfreundschaft erfahren, wir wurden von allen Seiten freundlich aufgenommen und in jeglicher Hinsicht unterstützt.“
Aus schulischer Sicht bemerkt der BBS-Projektbeauftragte Siegmund Küster: “Unsere Schülerinnen gewinnen durch diese Auslandserfahrung viele neue Erkenntnisse und können sich ein eigenes Bild von unserem EU-Partnerland Ungarn verschaffen.“

2017 |

Sechs Auszubildende in Ungarn

Ein dreiwöchiges Auslandpraktikum absolvierten sechs Auszubildende der BBS Peine in der westungarischen Stadt Szombathely. Nach einer zehnstündigen Schulbus-Anreise fand am nächsten Tag eine Besichtigung unserer Partnerschule in Szombathely statt. Hier bekamen unsere Schüler weitergehende Informationen, um am nächsten Tag ihren Praktikumsplatz aufsuchen zu können. Sie arbeiteten in den Nachbarstädten Sávár, Köszeg und Bük, welche als Kurorte für ihre Heilbäder bekannt sind.
Am Wochenende bzw. zu den Osterfeiertagen konnte Projektleiter Frank Feghelm den Schülern und betreuenden Lehrern ein umfangreiches Kulturprogramm anbieten:
Städtereisen in die ungarische Hauptstadt Budapest (Parlament, Fischerbastei, Heldenplatz), weiter in die Donaumetropole Wien (Stephansdom, Ringstraße, Praterpark) und ein Ausflug an den 79 km langen Balaton,den größten Binnensee Mitteleuropas. Weiterhin standen die anliegende Besuchs-Orte Veszprém, Balatonfüred und die Halbinsel Tihany auf dem Ausflugsprogramm. Aufgrund der Osterzeit und des relativ guten Wetters waren alle Ausflugsorte als Touristenhochburgen gut besucht.
Am 22.04.18 übernahm Imke Spillmann die Betreung unserer Auslandspraktikanten. Am 30.04.17 ging es dann mit dem BBS-Schulbus zurück ins Peiner Land. Wieder einmal eine rundum gelungene Reise, die den europäischen Gedanken zur Völkerverständigung aufleben ließ.

2016 |

Ungarische Schülerinnen und Schüler auf Gegenbesuch
„Sie sind wieder da! Wir freuen uns sehr über unseren Besuch aus Ungarn“, bemerkte die verantwortliche Lehrkraft Petra Pinke von der BBS Peine.
Zuvor hatte Kollege Nils Iseler aus dem Team Europa mit unserem Schulbus das gesamte Gepäck der Besucher aus Hannover abgeholt und nach Peine in die Gäste-Unterkunft verbracht. Am nächsten Tag fand eine Begrüßung durch Schulleiterin Maria Zerhusen an der BBS Peine statt. Bei einem gemeinsamen Frühstück, organisiert von Martina Weber und ihrer Berufsfachschulklasse, wurden Gastgeschenke ]ausgetauscht.
Es ist mittlerweile das vierte Mal, dass ein dreiwöchiger Schüleraustausch für 15 Schülerinnen und Schüler der Horváth Boldizsár Fachmittelschule für Wirtschaft und Informatik in Szombathely (Ungarn) mit der BBS Peine im Rahmen eines EU-Projektes im Peiner Land stattfindet.
Die Lernenden werden bei dem durch die Europäische Union geförderten Projekt erneut von ihren Lehrkräften Éva Fábián und Ottó Marosán sowie Kolleginnen und Kollegen der BBS Peine betreut. Auch in diesem Jahr haben sich 13 Unternehmen im Landkreis Peine und auch in Hannover bereit erklärt, einen Praktikumsplatz zur Verfügung zu stellen.
Unsere westungarischen Gastschülerinnen und -schüler werden teilweise durch einen Auszubildenden des jeweiligen Praktikumsbetriebes betreut. Ziel dieses EU-Projekts ist es, Einblicke in unternehmerische Abläufe und Strukturen der deutschen Wirtschaft zu vermitteln, interkulturellen Austausch zu fördern und deutsche sowie englische Sprachkenntnisse zu vertiefen.
„Natürlich wird es auch sprachliche Probleme zu Anfang geben, aber diese werden nach einer Woche zum Großteil überwunden sein, sowohl auf deutscher wie auf ungarischer Seite“, so Siegmund Küster vom Europa-Team der Berufsschule. „Es lässt sich beobachten, dass deutsche Mitarbeiter in den Praktikumsbetrieben mit ihrem über Jahrzehnte zurückliegenden Schulenglisch sich der Kommunikation mit unseren ungarischen Praktikanten stellen und es dann zu einem gewinnbringenden Miteinander führt. Im Übrigen sind die Austauschschüler in ihrer Schule gut auf das hiesige Praktikum vorbereitet worden und die Mehrheit der Praktikanten hat solide deutsche Sprachkenntnisse.“
Dazu bemerkt Schulleiterin Maria Zerhusen: „Ich möchte auf diesem Wege unsere Ausbildungspartner danken, dass wir als Europaschule unsere partnerschaftlichen Verbindungen nach Ungarn vertiefen können“.
Auch wird die Gruppe ihre Freizeit mit einem abwechslungsreichen Kultur- und Ausflugsprogramm verbringen: Eintägige Fahrten nach Hannover, Braunschweig, Wolfsburg, Bremen, Goslar und Berlin sind geplant. Bis zum 9. September 2016 werden unsere Gäste bleiben, hoffentlich mit guten Erinnerungen und Erfahrungen aus dem Peiner Land.