Familienhebamme zu Besuch

Die Peiner Familienhebamme Katja Tarillion berichtete in den Klassen der Sozialpädagogischen Assistentinnen und Assistenten sehr anschaulich im Lernfeld Säuglingspflege über ihre Arbeit. Sie zeigte den Schülerinnen und Schülern anschaulich ihren Berufsweg bis zu ihrer jetzigen Tätigkeit als Familienhebamme auf. Den Grundberuf Hebamme lernte sie vor rund 30 Jahren, erzählte sie begeistert. Später lernte sie Familienhebamme und musste dafür eine Zusatzausbildung absolvieren. Zudem sei sie Trauerbegleiterin für Eltern, die ihre Kinder verloren haben. Frau Tarillion erzählte anschaulich von ihren verschiedenen Tätigkeitsgebieten. Sie betonte in ihrem Vortrag: Eine Hebamme sowie Familienhebamme braucht eine Nähe zu den Schwangeren und Müttern, um helfen zu können, und gleichzeitig auch eine Art Distanz, um eine zu starke Bindung zu vermeiden. Nur so könne der Beruf professionell ausgeübt werden.

Frau Tarillion betreut Frauen ganz regulär nach der Geburt im Rahmen der Hebammenhilfe, arbeitet aber auch mit Frauen, die in Hinsicht auf das soziale Verhalten, die Emotionen und die Psyche mehr Bedarf haben als andere. Sie begleitet sie von der Schwangerschaft bis zum ersten Lebensjahr des Kindes. Eine Familienhebamme informiert, berät, unterstützt im familiären Umfeld und begleitet die Frauen auch in behördlichen Angelegenheiten.

Die Freude an ihrem jetzigen Beruf konnte man Frau Tarillion vom Gesicht ablesen. Sie arbeitet auch mit schwangeren Flüchtlingsfrauen und veranstaltet regelmäßig ein Flüchtlingsfrühstück mit Mutter und Kind. 2015 war sie bei der Flüchtlingskrise in Ilsede (Gebläsehalle) dabei, um die Familien dort vor Ort schnell und unbürokratisch zu unterstützen.

Uns Schülerinnen und Schülern wurde klar, wie wichtig der Beruf der Familienhebamme ist und dass auch wir – als zukünftige pädagogische Fachkräfte in Kitas und Kinderkrippen – über diese wichtige Anlaufstelle für Schwangere und Mütter informiert sein sollten.

Angelina Heuer
Schülersprecherin