27. Berufsfindungsmarkt

Zum Ende der Schulzeit stehen die meisten Schüler vor der schwierigen Entscheidung der Wahl eines geeigneten Berufes. Um diese Entscheidung zu erleichtern, findet seit 27 Jahren an den Berufsbildenden Schulen Peine (BBS) in Vöhrum der Berufsfindungsmarkt statt.

Mehr als 1400 Schüler aus dem Landkreis Peine haben die Gelegenheit genutzt, sich über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren und eventuell sogar für sie neue Berufsbilder kennenzulernen.

Etwa 60 ausbildende Firmen, Verwaltungen, Hoch- und Fachhochschulen, Polizei, Bundeswehr und Rettungsdienste haben ihre Ausbildungsberufe vorgestellt und versucht, bei den künftigen Schulabgängern das Interesse an einer Ausbildung im eigenen Bereich zu wecken. Neben den BBS war die Allianz für die Region an der Organisation beteiligt.

Viele Aussteller boten nicht nur Mitmachaktionen an, unter anderem konnten die Schüler direkt vor Ort professionelle und kostenlose Bewerbungsfotos machen lassen, einige haben direkt die Bewerbungsunterlagen entgegengenommen. Einige Schüler nutzten die Gelegenheit und vereinbarten Termine für Praktika, um in ihren Wunschberuf hereinzuschnuppern.

In der Sporthalle waren überwiegend Informationsstände aufgebaut, an denen die Jugendlichen mit den Auszubildenden und erfahrenen Fachkräften ins Gespräch gekommen sind. Informationen aus erster Hand gab es auch in den Räumen der BBS. Dort gaben Berufs- und Fachschüler ihr Wissen weiter. „Ich finde es toll, dass wir hier so viele Berufe kennenlernen können. Es ist doch immer besser, sich direkt mit Gleichaltrigen auszutauschen und zu horchen, ob mein Traumberuf wirklich ein Traumberuf ist, oder welche Haken sich dahinter verbergen“, sagt zum Beispiel Jannis (15) aus Peine.

So sind zum Beispiel Rilana (17), Laura (17) und Emily (16) ganz begeistert von ihrem Besuch der einjährigen Berufsfachschule Hauswirtschaft. „Ich weiß noch nicht genau, welchen Beruf ich mal erlernen möchte, aber Hauswirtschaft hat mir schon immer Spaß gemacht. Wir lernen hier unheimlich viel fürs Leben. Außerdem möchte ich meinen Realschulabschluss nachholen“, erzählt Laura. Das gleiche Ziel verfolgen ihre Mitschülerinnen Rilana und Emily ebenfalls.

Insgesamt 24 Plätze stehen in der Klasse zur Verfügung, die mittlerweile auch bei Jungen begehrt sind. „In diesem Jahr haben wir sechs muslimische Mitschüler, die ein echte Bereicherung sind“, berichtet Lehrerin Birgit Stolz. Und alle sind sich einig: „Wir können die Hauswirtschaft weiterempfehlen!“

Die technischen Bereiche waren gerade bei den männlichen Jugendlichen begehrt. Selim Erden hat im August eine Ausbildung im Metallbaubereich angefangen und freut sich, sein bisher erlerntes Wissen weiterzugeben. Sein Chef, Werner Segler, war ebenfalls dabei, bedauerte aber, dass zum Teil nur wenig Zeit für Gespräche zur Verfügung gestanden hätte. Allerdings sei das Interesse recht groß gewesen.

Die PAZ war ebenfalls mit einem Stand vertreten. Stefanie Blasig und Lenja Werthmann haben die Schüler dahingehend beraten, sich über die Ausbildungs-Internetplattform Azubify mit der Berufswahl zu befassen, Erwartungen und Ziele abzustecken und eigene Stärken und Schwächen zu formulieren. Außerdem wurde eine Verlosung angeboten, bei der es ein Tablet zu gewinnen gibt.